Sie sind stolzer Besitzer einer neuen Hydrokultur – Wir haben Ihnen hier viele wichtige Information zusammengestellt, damit Sie die neue Bepflanzung optimal pflegen können

Beim Aufstellen Ihrer neuen Hydrokulturen, wurde bereits eine Grunddüngung und die Erstbewässerung vorgenommen. Dieser Wasservorrat wird in den nächsten Tagen schnell verbraucht sein, weil sich das Blähtonsubstrat erst mit Wasser vollsaugen muß. Nach dem nächsten Gießvorgang reicht das Wasser wesentlich länger im Gefäß. (Durschnittlich 2-3 Wochen je nach Verhältnis Pflanze zu Gefäßgröße)

Die Pflanzen gewöhnen sich jetzt an die neuen Umweltverhältnisse. Dabei können einige Pflanzen kurzfristig einen welken Eindruck machen oder auch das eine oder andere Blatt gelb und abstoßen werden. Diese Erscheinungen sind jedoch nach ca. 3-4 Wochen überwunden.

Stellen Sie ihre Pflanze nicht häufig auf neue Standorte, denn die Pflanze muß sich sonst immer auf geänderte Verhältnisse einstellen. Das bedeutet für die Pflanze Stress und wirkt sich auf die Pflanzenqualität aus. Ausgenommen ist ein regelmäßiges Drehen zum Fenster, wenn sie merken, daß die Pflanze einseitig zum Licht gewachsen ist. Hier verträgt die Pflanze regelmäßige Drehungen in kleinen Schritten (durchschnittlich um 45 Grad kann gedreht werden ohne große Reaktionen von der Pflanze erwarten zu müssen)

Für die Gesundheit Ihrer Pflanzen sind einige Faktoren lebensnotwendig:
Licht – Temperatur – Wasser – Dünger – Kontrolle

DIE RICHTIGE BELEUCHTUNG

Warum braucht die Pflanze Licht?
Die Pflanze benötigt für Ihren Stoffwechsel. Licht ist notwendig, damit die Pflanze aus Wasser und Nährstoffe Ihre Nahrung gewinnen kann. Stellen Sie die Pflanze so hell wie möglich, halten Sie die Fensterschattierungen offen oder verwenden Sie diese nur eingeschränkt und kurzfristig. Damit die Pflanze ausreichend Photosynthese betreiben kann, sollte auch der Staub auf den Blättern regelmäßig entfernt werden.

Was passiert bei zu wenig Licht?
Blätter fallen ab oder bekommen Flecken.  Die Pflanzen verlieren an Standfestigkeit und neigen zum Umfallen. Die Pflanzen entwickeln einen unnatürlichen in die Länge gezogenen Wuchs. Die Pflanzen werden schädlingsanfälliger.

DIE RICHTIGE TEMPERATUR

Die Mindesttemperatur für Ihre Pflanze in einer Anstaubewässerung beträgt 15°C. Unter dieser Temperatur können zu Pflanzenschäden führen. Beim Fensterlüften sind die Außentemperaturen zu beachten, deshalb nicht bei Minusgraden direkt bei der Pflanze lüften. Falls Sie dennoch lüften müssen, ist die Pflanze vor der kalten Luft zu schützen.

DAS RICHTIGE GIESSEN

Die häufigsten Fehler entstehen beim Gießen, hierbei können Sie alles falsch oder richtig machen. Sie entscheiden durch Ihr Gießverhalten über die Lebensdauer Ihrer Pflanzen.

Wie gießen?
Sie gießen Leitungswasser mit Zimmertemperatur (ca. 18-20°C) auf die Lecatonsteine. Dabei nicht versuchen den Wasserstandsanzeiger zu öffnen um in das Messrohr zu gießen. Solange gießen bis der Messstab des Wasserstandsanzeigers die Optimalmarkierung (1/2) erreicht hat. Auf keinen Fall mehr.

Kein Regenwasser oder Wasser aus Enthärtungsanlagen verwenden. In die Pflanzgefäße dürfen keine Fremdstoffe wie Erde (bei Hydrokultur), Teereste, Kaffeereste, Milch, Soft Drinks  etc. geleert werden. Alle organischen Stoffe führen unweigerlich zu Fäulnis und können geruchsbelästigend sein.

Wann gießen?
Je nach Gefäßgröße, Blattmasse, Licht und Temperatur verbraucht sich das Wasser unterschiedlich.
Der durchschnittliche Gieß-Intervall kann zwischen 7-28 Tage dauern.

Tischgefäße   13-18cm Durchmesser           7-10 Tage
Tischgefäße   bis 28cm Durchmesser        10-14 Tage
Bodengefäße ab 37cm Durchmesser        14-21 Tage

Bei sehr dunklem Standort im Winter und bei sehr trockenheitsbedürftigen Pflanzen auch länger
(siehe Pflanzenbeispiele unten): 

Wenn der Pegel die Minimummarkierung (0) erreicht hat noch 3-7 Tage abwarten, danach wieder mit Wasser auffüllen. Je dünkler eine Pflanze steht umso länger mit dem nächsten Angießen warten. Bedingt durch das Eigengewicht des Messstabs, der zum Aufschwimmen eine gewisse Menge Wasser benötigt, befindet sich bei abgesunkenem Messstab noch ca. 2-10mm Wasser im Gefäß. Selbst wenn dieses aufgebraucht ist, gibt der feuchte Blähton der Pflanze noch für einige Zeit Feuchtigkeit ab. Haben Sie bitte keine Angst, dass Ihre Pflanze verdurstet.

Warum die Wartezeit?
Pflanzen benötigen Sauerstoff bei den Wurzeln.  Wird kontinuierlich Wasser nachgefüllt faulen die Wurzeln ab, zusätzlich können sich auf dem abgestorbenen Material Pilze ansiedeln, die zum Absterben der Pflanze führen. Mit dem alten Pflanzenmaterial im Wasser beginnt zusätzlich ein Gärungsprozess. Die Raumbegrünung beginnt allmählich zu stinken (Schwefelwasserstoff)

REGELMÄSSIGE FUNKTIONSKONTROLLE DES WASSERSTANDSANZEIGERS

Das Kernstück eines Anstaubewässerungssystems ist der Wasserstandsanzeiger, ohne ihn würde das ganze System zusammenbrechen. Verkalkung, Wurzeln und Fremdkörper beeinträchtigen seine Funktion oder machen ihn gar funktionsuntüchtig. Kontrollieren Sie bei jedem Gießgang die Funktion des Anzeigers. Sollte ein Defekt am Anzeiger festgestellt werden muss dieser umgehend behoben werden.

Gärtnertipp: Legen Sie die Gießtermine als Serientermine im Outlook an, so können Sie auf Ihre Pflanze nicht vergessen. Sollte es wieder Zeit zum Gießen sein und trotzdem noch Wasser im Gefäß sein verlängern Sie den Gießintervall.

NÄHRSTOFFE – DÜNGER

Wie soll man düngen
Die Hydropflanzen können mit einem Langzeitdünger alle 3-4 Monate gedüngt werden. Da sich diese Dünger nicht auflösen, muss der Kunstharzträgerstoff regelmäßig aus dem Gefäß entfernt werden. Bei Einzelpflanzen ist die Pflanze zu entnehmen um der Dünger am Gefäßboden zu erneuern. Bei Großgefäßen empfehlen wir die Verwendung von einem Düngeschacht.

Den verbrauchten Dünger können Sie über den Gelben Sack entsorgen, da es sich um ein Kunstharz handelt. Sollte Ihr Großgefäß keinen Düngeschacht besitzen muss der Dünger in die wasserführende Zone eingespült werden.

Sollten Sie einen Flüssigdünger verwenden muss dieser für Hydrokultur geeignet sein und darf keine organische Bestandteile enthalten. Flüssigdünger werden in der Wachstumszeit März – September regelmäßig beim Gießen dem Gießwasser in der angegebenen Dosierung beigegeben.

Dosierung
Eine Überdüngung mit Ionenaustauschdüngern ist fast nicht möglich, da sich die Pflanze nur die nötige Nährstoffmenge holt.
Folgende Düngermengen sind anzuraten:

Pflanzenhöhe:
20cm                       20ml
40cm                  40/60ml     Je nach Blattmasse und Wuchsform sind auch höhere Düngemengen nötig.
80cm                 80/120ml
120cm             120/180ml
160cm             160/240ml
200cm             200/300ml    Befinden sich mehrere Pflanzen als Gemeinschaft in einem Gefäß sind die Werte zu addieren.

REGELMÄSSIGE KONTROLLE DER RAUMBEGRÜNUNG

Bitte kontrollieren Sie Ihre Pflanze beim Gießen regelmäßig ob der Wasserstandsanzeiger wie gewöhnlich steigt, oder ob ein Defekt vorliegen kann. Die Pflanzenblätter kann man dabei auch gleichzeitig auf mögliche Schädlinge oder Abnormalitäten untersuchen. Sollten Probleme auftreten, so wenden Sie sich bitte so früh wie möglich an uns, damit wir korrigierend eingreifen können.

Sollten Sie eine kontinuierliche fachkundige Pflanzenpflege wünschen können wir Ihnen gerne ein Angebot über eine monatliche, vierteljährliche oder halbjährliche Pflege anbieten.

Wir wünschen ihnen noch viel Freude mit Ihren Pflanzen wünschen und stehen Ihnen immer gerne für Fragen zur Verfügung.

AMMON RAUMBEGRÜNUNG

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Die richtige Wasserwärme für Hydropflanzen

Hydrokultur Pflanzen lieben handwarmes Wasser mit ca. 22 Grad. „Kalte Füße“ machen die Grünpflanzen krank! Nur an einer Stelle der Lecaoberfläche im Hydro Gefäß aufgießen!

Wieviel Wasser ins Hydrogefäß einfüllen

Immer nur bis zur Mittelmarkierung (= OPTIMUM) aufgießen. Den genauen Wasserstand ersehen Sie am Hydrokultur Wasserstandsanzeiger.

An sehr hellen Standorten sowie bei höheren und stark saugenden Pflanzen wie z.B. Ficus Pflanzen kann auch höher (bis max-Marke, gelegentlich auch darüber) aufgegossen werden. Höhere Wasserstände an dünkleren Standorten lassen Pflanzen aber abfaulen (zuwenig Sauerstoff im Wurzelbereich).

Wenn die Nullmarke erreicht wird

Bei allen Pflanzen, insbesondere an sehr hellen Standorten, bei hohen Pflanzen und bei allen Kentia- und Rhapis-Palmen sowie allen Ficus-Pflanzen sofort bei Erreichen der Nullmarke wieder aufgießen! Aber: nicht früher, da die Hydropflanzen Sauerstoff im Wurzelbereich benötigen!

Pflanzen regelmäßig besprühen

Kentiapalmen, Ficus und kleinblättrige Pflanzen oftmals (täglich) besprühen. Hydrokulturpflanzen bei praller Sonne und an dunklen und kühleren Standorten nicht besprühen! Die Grünpflanzen bitte vor Hitze und Kälte schützen!

Sonstiges

Keine Zigaretten oder Asche in das Substrat einbringen, ebenso keine artfremden Materialien einschütten (Cola, Alkohol, Milch, etc.). Zigarettenasche oder andere artfremde Materialien und Flüssigkeiten im Hydro Pflanzengefäß schädigen Ihre Hydrokulturpflanzen durch Änderung der notwendigen pH-Werte!

Wasseranzeiger könnten (sehr selten!) hängen bleiben. Bitte in diesem Falle den Glasteil des Hydrokultur Wasserstandsanzeigers einmal vorsichtig schütteln bzw. auf das Glas klopfen.

Gelbe Blätter, insb. im Bodenbereich, sollen regelmäßig weggeschnitten und von den Büropflanzen entfernt werden. Alle Pflanzen wollen 

  • keine Zugluft
  • keine pralle Sonne und
  • kein heißes, trockenes Raumklima
  • keine Kälte (auch nicht im Auslass von Klimageräten!)